FAQ

  1. Wer seid ihr und was ist euer Anliegen?
    Wir sind eine gemeinsame Initiative der führenden Unternehmen im Bereich medizinisches Cannabis. Unser Anliegen ist es, die medizinische Versorgung von Patientinnen und Patienten in Deutschland zu sichern und weiter zu verbessern. Dafür setzen wir uns für ein MedCanG ein, das die Bedürfnisse der Betroffenen in den Mittelpunkt stellt – ohne neue Hürden oder unnötige Bürokratie. Gemeinsam mit Ärztinnen und Ärzten, Apotheken und Patientengruppen arbeiten wir für eine faire und sichere Versorgung.

  2. Was ist das Ziel des Konsumcannabisgesetzes (KCanG)?
    Das Gesetz schafft erstmals einen klaren rechtlichen Rahmen für den legalen Umgang mit Cannabis – sowohl medizinisch als auch im Freizeitbereich. Dadurch wird der Zugang für Patientinnen und Patienten erleichtert und die Versorgung transparenter gestaltet.
  3. Wie groß ist der Cannabisbedarf in Deutschland?
    Der Gesamtbedarf lag 2024 bei geschätzten 670 bis 823 Tonnen. Davon entfallen bereits 12 bis 14 % auf medizinisches Cannabis – ein wachsender und stabiler Markt.
  4. Welche Rolle spielt medizinisches Cannabis im Vergleich zu Freizeitcannabis?
    Medizinisches Cannabis ist eine alternative Behandlungstherapie vor allem bei chronischen Schmerzen, Schlaflosigkeit etc. Es ist ein Rezeptpflichtiges Medikament, das von einem Arzt verschrieben wird..
  5. Hat sich der Schwarzmarkt verringert?
    Noch nicht vollständig – doch der legale Markt wächst. Laut EKOCAN-Zwischenbericht 2025 wurde bereits rund ein Siebtel des Cannabisbedarfs durch kontrollierte Medizinalprodukte gedeckt. Während der Schwarzmarkt weiterhin existiert, zeigt sich: Ein verlässliches, sicheres und medizinisch überwachtes Angebot verdrängt illegale Quellen zunehmend – Schritt für Schritt.
  6. Wie hat sich der Cannabiskonsum unter Jugendlichen verändert?
    Er ist weiter rückläufig. Laut dem EKOCAN-Zwischenbericht 2025 setzt sich der seit 2019 beobachtete Rückgang des Cannabiskonsums unter Jugendlichen auch nach der Teillegalisierung fort. Das zeigt: Ein regulierter, medizinisch kontrollierter Markt führt nicht zu mehr Jugendkonsum, sondern kann stabile oder sinkende Konsumraten unterstützen.
  7. Hat das Gesetz Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit?
    Hat das Gesetz Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit? Laut dem EKOCAN-Zwischenbericht 2025 gibt es keine Hinweise auf mehr Fahrten unter Cannabiseinfluss oder steigende Unfallzahlen. Die medizinisch verschriebene Nutzung bleibt klar geregelt und hat bislang keinen negativen Einfluss auf die Verkehrssicherheit gezeigt.
  8. Bei welchen Erkrankungen kann Medizinalcannabis eingesetzt werden?
    Die Forschung zu medizinischem Cannabis hat in den letzten Jahren stark zugenommen. Studien zeigen, dass Cannabis und seine Wirkstoffe bei verschiedenen Erkrankungen therapeutisch wirksam sein können – etwa bei chronischen Schmerzen, bestimmten Formen der Epilepsie (wie dem Dravet- oder Lennox-Gastaut-Syndrom), in der palliativen Behandlung von Krebserkrankungen oder bei posttraumatischer Belastungsstörung (PTBS).
    Auch bei anderen Indikationen wie Parkinson oder zur Linderung von Übelkeit und Erbrechen im Rahmen einer Chemotherapie werden positive Effekte beobachtet. Dennoch betonen Fachleute den Bedarf an weiteren wissenschaftlichen Studien, um Wirksamkeit und Sicherheit in den verschiedenen Anwendungsgebieten noch klarer zu belegen.

 

Quellen:

Evaluation des Konsumcannabisgesetzes (EKOCAN): 1. Zwischenbericht. September 2025. https://www.uke.de/landingpage/ekocan/
Bundesgesundheitsministerium – Cannabis: Potential und Risiken (CaPRis-Studie)
Krebsinformationsdienst – Cannabis und Cannabinoide bei Krebs